15.01.16

Pressemitteilung zum Welttag des Migranten und Flüchtlings

Integration bedeutet Kraftanstrengung und Bereicherung
Die Katholische Erwachsenenbildung Deutschland zum katholischen Welttag des Migranten und Flüchtlings am 17.01.2016

Angesichts der aktuellen Ereignisse scheinen vielerorts Ressentiments, zumindest aber Unsicherheiten in der Bevölkerung zuzunehmen. Ist also die Vorstellung einer „Integration als gegenseitige Bereicherung“ nicht mehr als ein frommer Wunsch?
Nein, davon ist die Katholische Erwachsenenbildung überzeugt. Papst Franziskus hat in Bezug auf die Flüchtlingskrise bereits am 12.September 2015 seine Botschaft zum diesjährigen katholischen Welttag des Migranten und Flüchtlings am 17.01.2016 unter das Motto gestellt: „Migranten und Flüchtlinge sind eine Herausforderung, Antwort gibt das Evangelium der Barmherzigkeit.“ Er betont in seiner Botschaft die Wichtigkeit der Identitätsfindung sowohl auf Seiten der Ankommenden als auch auf Seiten der auf- nehmenden Gesellschaften und stellt die letztlich alles entscheidende Frage: „Wie kann erreicht wer-den, dass die Integration zur gegenseitigen Bereicherung wird, den Gemeinschaften positive Wege er-öffnet und der Gefahr der Diskriminierung, des Rassismus, des extremen Nationalismus und der Frem-denfeindlichkeit vorbeugt?“

„Integration bedeutet Kraftanstrengung und Bereicherung für Zuwandernde und Aufnahmegesellschaft, und sie muss so früh wie möglich beginnen!“ – sagt Elisabeth Vanderheiden, Vorsitzende der KEB Deutschland und verweist auf die ungebrochen hohe Solidaritätsbewegung sowie auf die zahlreichen Bildungsangebote für Flüchtlinge und für ehrenamtliche Helfer der Katholischen Erwachsenenbildung. Solche Angebote helfen den Ankommenden bei der Erstorientierung, unterstützen die ehrenamtlichen Helfer dabei, die neuen Herausforderungen zu meistern und bieten Raum zur Reflexion über sich selbst, den anderen und die Gesellschaft. Damit leisten diese Angebote einen enormen Beitrag zur nachhaltigen Integration und zum gelingenden Miteinander und müssen strukturell verankert, weiter ausgebaut und finanziell entsprechend ausgestattet werden. „Mit der Öffnung der Integrationskurse für Flüchtlinge hat die Bundesregierung einen ersten wichtigen Schritt getan, dem aber angesichts des Lehrkräftemangels noch weitere folgen müssen um die Qualität und Attraktivität dieses Berufsfeldes zu erhöhen!“, so Vanderheiden weiter.

Des Weiteren sieht die KEB Deutschland es als dringend notwendig an, neben den Sprach- und Will-kommenskursen, schnell einen Zugang zum Arbeitsmarkt für die Flüchtlinge zu eröffnen sowie politische und interkulturelle Bildung für Zuwandernde und die Aufnahmegesellschaft stärker in den Fokus der politischen Förderung zu rücken. Das Konzept der Interkulturellen Öffnung sollte aus Sicht der KEB dabei  handlungsleitend sein. Die Träger der katholischen Erwachsenenbildung werden auch weiterhin alles in ihrer Macht stehende tun, qualitativ hochwertige Bildungsangebote zu entwickeln und zu strukturellen Veränderungen beizutragen und so, ganz im Sinne Papst Franziskus‘, ihren Beitrag zu einem Zusammenwachsen der Gesellschaft zum Wohle Aller zu leisten.

Der katholische Welttag des Migranten und Flüchtlings wurde 1914 von Papst Benedikt XV. eingesetzt. 
Die Katholische Erwachsenenbildung Deutschland Bundesarbeitsgemeinschaft e.V. (KEB) ist der Zusammenschluss von katholischen Trägern der Erwachsenenbildung mit derzeit 57 Mitgliedern und rund 660 Einrichtungen. Sie ist die größte nichtkommunale Anbieterin allgemeiner Erwachsenenbildung in der Bundesrepublik Deutschland.

Ansprechpartnerin für die Presse: Andrea Hoffmeier, Tel. 0228-90247-0, Mobil 0173-874 1271
KEB, Joachimstraße 1, 53113 Bonn, Fax 0228-90247-29, www.keb-deutschland.de


 

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